Gefährlicher Brand

Extreme Hitze gefährdete Helfer

Extreme Hitze und pechschwarzer Qualm machten diesen Einsatz für die Löschtrupps besonders gefährlich: Um zum Brandherd in der Welser Badewannenfabrik Wiro-Polypex zu gelangen, mussten Atemschutztrupps auf allen Vieren durch die verrauchte Produktionshalle kriechen. Das Feuer richtete mehrere 100.000 Euro Schaden an.

Dienstag früh um 4.42 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage der Firma an der Linzerstraße in Wels angeschlagen. Die freiwilligen Feuerwehren Wels und Marchtrenk sowie die Betriebsfeuerwehr Fritsch rückten gemeinsam mit Rettung und Polizei an. Von außen war da von einem Brand noch nichts zu bemerken - doch bei der Suche nach dem ausgelösten Melder standen die Einsatzkräfte dann in einer bereits völlig verqualmten Halle.

Teilweise kriechend, kämpften sich Atemschutz-Trupps zum Hitzeherd vor, während Löschtrupps durchs Dach Außenangriffe vorbereiteten. „Durch den raschen Einsatz - bereits um 7.25 Uhr war die Gefahr gebannt - konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert werden“, so Einsatzleiter Werner Holzinger.

Zerstört wurde nur ein Teilbereich der Fertigung, die Produktion ist laut Polypex nicht gefährdet. Verletzt wurde niemand, möglicherweise gefährliche Gase wurden vom Wind verblasen. Unklar ist noch die Brandursache: Beamte des Landeskriminalamtes konnten vorerst keine Hinweise auf technische Ursachen finden.

 

 

Foto: FF Wels

Montag, 17. Mai 2021
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