Die Rettungskette war perfekt. Der Arbeitskollege Mieczyslaw C. (41) hatte kurz nach 16 Uhr in Leonding den Unfall bemerkt, die vom Bauern gebaute Maschine gestoppt. Doch der Arm war schon abgetrennt. Geistesgegenwärtig band der polnische Erntehelfer seinem Landsmann mit einem Gürtel den Arm ab, dann liefen sie 300 Meter zum Hof. Die Schwester des Landwirts ist Ärztin, sie versorgte Tomasz W., bis Helfer eintrafen. Inzwischen hatten Arbeiter den Arm geborgen und in einem mit Eis gefüllten Sack verstaut, um ihn zu kühlen.
Im Linzer UKH warteten schon die Mikrochirurgen Dr. Wolfgang Huber und Dr. Ulrike Reumayr mit ihrem Team. In einer zwölfstündigen Operation wurden Knochen, Sehnen, Muskeln und Blutgefäße wieder zusammengefügt. Da es kein glatter Schnitt, sondern eine Ausrisswunde war, gestaltete sich der Eingriff noch komplizierter. Doch er gelang: Samstag Nachmittag war der Arm des Mannes gut durchblutet. Der 31-Jährige bleibt noch in künstlichem Tiefschlaf. Noch gilt der Arm nicht als gerettet, da die kommenden Tage kritisch sind, aber die Ärzte sind optimistisch.
Symbolfoto: Klemens Groh
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