25.05.2007 11:52 |

Blüten-Rekord

16 Mio Dollar Falschgeld in Köln sichergestellt

Das deutsche Bundeskriminalamt hat in einer Druckerwerkstatt in Köln und mehreren Depots 16 Millionen Dollar Falschgeld sichergestellt. Nach BKA-Angaben handelt es sich dabei um "eine der größten weltweit sichergestellten Falschgeld-Mengen". Das BKA hatte mehrere Gebäude in verschiedenen Städten durchsucht. Dabei wurde das in 100-Dollar-Noten gedruckte Falschgeld sichergestellt.

Gegen drei festgenommene Männer im Alter von 56 bis 69 Jahren wurde Haftbefehl erlassen. Zwei von ihnen sind bereits wegen Falschgelddelikten vorbestraft. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank ist die Fälschung als qualitativ hochwertig anzusehen. In die Ermittlungen war auch der amerikanische Geheimdienst eingebunden.

Die Polizei wusste den Angaben zufolge so früh Bescheid, dass die Fälscher gerade einmal 18 ihrer selbst gedruckten Scheine ausgeben konnten. Bei den Durchsuchungen wurden auch Filmvorlagen zur Produktion von 50- und 100-Euro-Noten entdeckt. Darüber hinaus stellten die Fahnder 900 Gramm Amphetamin (Aufputschmittel), 600 Gramm Kokain, 150.000 Euro Bargeld, mehrere Schusswaffen mit Munition sowie Blanko-Dokumente sicher.

Außerdem billige Weine umettikettiert
Während der Ermittlungen wurde außerdem festgestellt, dass ein Teil der Beschuldigten billige Weine umetikettiert und zu wesentlich überhöhten Preisen von bis zu 3.000 Euro pro Flasche über ein Internetauktionshaus verkauft hatte. Mit dem Verkauf der umetikettierten Weine wurden Gewinne von etwa 1.000 Prozent erzielt, hieß es.

Im vergangenen Jahr waren 66 Prozent aller in Deutschland entdeckten ausländischen Falsifikate US-Dollar Falschnoten. Überwiegend wurden 100-US-Dollar-Noten gefälscht. Weltweit sind den Angaben zufolge US-Dollar-Banknoten nach wie vor das häufigste Ziel von Fälschern.