Sprengstoffattentat
Sechs Tote bei Bomben- Anschlag in Ankara
Entgegen erster Berichte sei kein Pakistani unter den sechs Todesopfern, sagte Außenminister Abdullah Gül. Medien berichteten unterdessen, dass die Polizei acht Menschen in Zusammenhang mit der Tat festgenommen habe. Die Ermittler waren zunächst nicht für einen Kommentar zu erreichen.
Am Dienstag war vor einem belebten Einkaufszentrum im Herzen der türkischen Hauptstadt eine Bombe explodiert. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Die Regierung vermutet nach Informationen aus Sicherheitskreisen die kurdische Separatistenorganisation PKK hinter dem Anschlag. Nach Angaben der Polizei wurde vermutlich Plastiksprengstoff verwendet, der in der Vergangenheit oft von der PKK verwendet worden ist. Mehrere türkische Medien mutmaßten, der Anschlag habe möglicherweise dem türkischen Generalstabschef Yasar Büyükanit gegolten.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei war die Bombe an einer Bushaltestelle vor einem Bürogebäude versteckt. Augenzeugen berichteten, sie hätten unmittelbar vor der Explosion ein verdächtiges Paket an der Haltestelle gesehen. Durch die Explosion wurden zahlreiche Häuser beschädigt. Unter den Toten war auch ein Angehöriger einer pakistanischen Militärdelegation, die in der Nähe eine Waffenausstellung besucht hatte. Vier weitere Pakistaner wurden verletzt.
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