12.05.2007 16:15 |

Gegen Homo-Ehe

500.000 demonstrieren in Rom gegen Homo-Ehe

Eine halbe Million Menschen haben sich am Samstagvormittag in Rom versammelt, um gegen Pläne der Regierung Prodi zur Legalisierung der homo- und heterosexuellen Partnerschaften zu demonstrieren. Lokale und nationale Organisationen haben ihre Anhänger für die Großkundgebung gegen den Gesetzentwurf zur Stärkung der "faktischen Partnerschaften" sowie der Partnerschaften von Homosexuellen ("Dico") aufgerufen.

Acht Sonderzüge und 3.000 Busse wurden organisiert, um Demonstranten aus ganz Italien in die "Ewige Stadt" zu bringen. Tausende von Kindern mit weiß-gelben Mützen, den Farben des Vatikans, beteiligten sich an der Kundgebung.

"Der Family Day wird zu einer großen Volkskundgebung werden, mit der Tausende von Italienern für Werte wie Familie und Solidarität demonstrieren", sagte vorab der Präsident des Forums der Familie. Der "Familientag" wird auch zu einer großen politischen Parade, an der sich "Schwergewichte" der beiden stärksten politischen Lager beteiligen werden.

An der Demonstration nahmen auch einige Minister der Regierung Prodi teil, unter anderem Justizmininister Mastella und Unterrichtsminister Fioroni. Die beiden christdemokratischen Minister stemmen sich gegen das Projekt zur Legalisierung der Lebenspartnerschaften, das derzeit vom Parlament diskutiert wird.

Familienministerin Bindi, Verfasserin des umstrittenen Dico-Gesetzes, ließ sich von der Demonstration gegen ihr Projekt nicht einschüchtern. Sie bekräftigte, dass das Dico-Gesetz keineswegs als Angriff auf die traditionelle Familie betrachtet werden sollte. Es wolle vielmehr jene Personen schützen, die sich für eine Lebenspartnerschaft entschieden haben.

Regierungschef Prodi warnte vor "Religionskriegen" in Italien. "Man darf die Religion nicht für politische Zwecke instrumentalisieren", sagte Prodi am Samstag.