Selbst ist der Mann - bzw. die Gemeinde. Die meisten dieser Orte versorgen sich durch Biomasse-Werke mit „Nahwärme“ und versuchen, das Energiespar-Potenzial auszuschöpfen. „Dafür haben wir die Gebäude sogar mit einer Wärmebild-Kamera untersucht“, sagt etwa Munderfings Bürgermeister Franz Raudaschl.
Doch St. Georgen bei Obernberg am Inn ist allen mehr als nur einen Schritt voraus. Nicht, weil aufgrund von Sanierungsarbeiten das Gemeindeamt ins Pfarrhaus übersiedeln musste und deshalb ein besonderer Draht „nach oben“ besteht. Sondern, weil die 610-Einwohner-Gemeinde in puncto Stromversorgung quasi autark ist. Das „geladene“ Dorf produziert als einziges des Landes mehr Strom als es verbraucht. „Wir sind auf einem guten Weg“, lächelt Bürgermeister Alfred Schrems, der verrät, dass eine Biogas-Anlage im Ort 770.000 Kilowattstunden, eine 360 m2-Photovoltaik-Anlage 37.000 kWh und ein Wasserkraftwerk 45.000 kWh pro Jahr produzieren. „Der Strom wird ins Netz eingespeist und gegengerechnet“, erklärt Walter Czetsch von der Energie AG. „Die Gemeinde plant noch weitere 20 Quadratmeter einer Photovoltaik-Anlage“, so Schrems. Zur weiteren Nachahmung empfohlen!
Symbolfoto: Martin A. Jöchl
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