02.05.2007 09:00 |

Für Einbürgerung

Massenproteste von Immigranten in USA

Hunderttausende Immigranten sind am Dienstag in den USA auf die Straße gegangen, um gegen Abschiebungen und für die Einbürgerung von illegalen Zuwanderern zu demonstrieren. Viele zogen mit der amerikanischen Flagge in der Hand durch die Zentren von Los Angeles, New York, Chicago, Washington und anderer US-Städte. In Sprechchören forderten sie die Legalisierung ihres Status und mehr Rechte.

"Nach 22 Jahren Arbeit hier als Steuerzahler und guter Bürger ist es angebracht, dass ich endlich meine Papiere bekomme", sagte ein 38 Jahre alter illegal in den USA lebender Mexikaner dem US-Sender CBS.

In den USA leben nach Schätzungen rund 12 Millionen Ausländer ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung. Viele Kinder von illegalen Einwanderern besuchen zwar US-Schulen, müssen aber wie die Eltern mit Abschiebung rechnen.

Weitgehend friedlicher Protest
In Los Angeles protestierten nach Schätzungen des Senders CNN knapp 100.000 Menschen. Es waren deutlich weniger als vor einem Jahr, als mehr als eine halbe Million Demonstranten in der kalifornischen Metropole auf die Straße gegangen waren und die Innenstadt lahm gelegt hatten. Damals richteten sich die heftigen Proteste gegen eine geplante Verschärfung der Einwanderungsgesetze.

Die Demonstrationen am Dienstag verliefen weitgehend friedlich. Nur am Rande eines Marsches in Los Angeles ging die Polizei mit Schlagstöcken und Gummigeschossen gegen eine Gruppe von Protestteilnehmern vor, die die Beamten nach Medienberichten zuvor mit Wasserflaschen beworfen hatten.