In Militärhaft
Irak: Hoher US-Offizier soll Feind geholfen haben
Ausland
26.04.2007 19:21
Das US-Militär hat einen amerikanischen Offizier wegen "Hilfe für den Feind" im Irak angeklagt. Der Betroffene hat bis vor kurzem noch ein US-Militärgefängnis in Bagdad geleitet. Oberstleutnant William Steele soll in dem Gefängnis unter anderem "mit der Tochter eines Gefangenen fraternisiert" und eine "unpassende Beziehung mit einem Übersetzer unterhalten" haben. Das geht aus der Anklageschrift hervor, die das US-Militärkommando in Bagdad am Donnerstag veröffentlichte.
In der Haftanstalt saßen unter anderem der im Dezember hingerichtete Ex-Machthaber Saddam Hussein und andere frühere Funktionäre des alten Regimes ein.
Außerdem wird Steele vorgeworden, er habe Gefangenen zwischen Oktober 2005 und Oktober 2006 ein Mobiltelefon zur Verfügung gestellt, mit dem diese unüberwachte Gespräche hätten führen können. Steele stehe außerdem im Verdacht, in seinem Zimmer Pornografie und "geheime Dokumente" versteckt zu haben, hieß es in der Anklageschrift.
Der frühere Gefängnischef sitzt derzeit in Kuwait in Militärhaft. Das US-Militär betonte, Steeles Schuld sei noch nicht bewiesen.
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