Leidgeprüft

Linzer schon an Autolärm gewöhnt

Oberösterreich
25.04.2007 20:02
Lärmbelästigung ist für jeden etwas anderes: Eine aktuelle Umfrage von IFES belegt zwar, dass 65 Prozent der Belastungen aufs Konto des Straßenlärms gehen, doch am Beispiel der Bindermichl-Bewohner in Linz sieht man, dass man sich an konstante Geräusche auch gewöhnt - seit der Einhausung stören die Nachbarn.

45 Prozent der Oberösterreicher fühlen sich in ihrem Wohnbereich durch Lärm belästigt, so eine Studie des IFES. Straßenlärm spielt mit 65 Prozent die größte Rolle: „Dabei ist Linz natürlich eines der am meisten belasteten Gebiete, gleich danach kommen Wels und Steyr, aber auch die Belastung kleiner Städte, die an der Autobahn liegen, ist enorm hoch“, erklärt Wolfgang Gruber von der Umwelttechnik Oberösterreich Am Tag sollte die Lärmbelastung nicht höher als 60 Dezibel sein, in der Nacht nur 50: „Doch das sind nur freiwillige Richtwerte. Wenn es also irgendwo lauter ist, sind Verbesserungen nicht vorgeschrieben - eine österreichische Lösung, um Maßnahmen gegen den Krach zumindest leichter durchsetzen zu können“, so Gruber. 

Auf Platz zwei der nervenden Geräusche liegen in Oberösterreich die Nachbarn mit 24 Prozent - das müssen auch die Bindermichl-Bewohner erleben: Nachdem sie durch den Tunnel vom gewohnten, konstanten Autolärm abgeschirmt werden, stören die Nachbarn mehr als je zuvor.

Baustellen nerven die Oberösterreicher zu 15 Prozent - das sind 4 Prozent mehr als im Bundesschnitt. Was in Zukunft wohl auch nicht besser werden wird, wenn man sich die rege Linzer Bautätigkeit ansieht…

 

 

 

Foto: Chris Koller

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