23.04.2007 18:16 |

Blutiger Montag

Dutzende Tote bei Attentaten im Irak

Bei Selbstmordattentaten im Irak sind am Montag über dutzende Menschen ums Leben gekommen. In Bakuba nordöstlich von Bagdad riss ein Attentäter mit einer Autobombe vor einer Polizeiwache zehn Menschen mit in den Tod. Wie die Polizei weiter berichtete, wurden zehn weitere Menschen verletzt. Unter den Opfern waren mehrere Polizisten.

Bei drei Bombenanschlägen in der irakischen Stadt Ramadi wurden 15 Menschen getötet. Mehr als 28 Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Sprengsätze explodierten in der Nähe eines Restaurants und eines Marktes. Ramadi gilt als Hochburg von Aufständischen, die gegen die von den USA unterstützte Regierung kämpfen.

In Mossul tötete ein zweiter Selbstmordattentäter zehn Menschen, als er eine Autobombe vor dem Büro der Kurdischen Demokratischen Partei (KDP) zündete. 18 Menschen erlitten Verletzungen bei dem Anschlag.

Acht Tote bei Selbstmordanschlag in Restaurant
Ein weiterer Attentäter sprengte sich in einem Restaurant in Bagdad mit einem Sprengstoffgürtel in die Luft. Laut Polizei tötete er acht Menschen und verletzte 14 weitere Besucher des Restaurants. Das Lokal liegt im Stadtviertel Karrade Mariam in der Nähe der so genannten Grünen Zone, in der das Regierungsgebäude und die US- Botschaft liegen.

Bei der Explosion einer Autobombe nahe der iranischen Botschaft wurde ebenfalls ein Mensch getötet. Der Sprengsatz sei auf dem Parkplatz gegenüber der Vertretung explodiert, teilte die Polizei mit. Vier Menschen seien verletzt worden. Das Gebäude wurde nicht beschädigt.

US-Armee nimmt 19 Extremisten fest
Die US-Armee berichtete unterdessen, amerikanische Soldaten hätten am Montag bei Razzien im West-Irak und nördlich von Bagdad 19 mutmaßliche Extremisten festgenommen.