Mafia-Mord
Bürgermeister von Nagasaki erschossen
Japan hat strenge Waffengesetze. Illegale Schusswaffen sind meist in den Händen der Yakuza, einer Art japanischer Mafia. Itcho Ito wollte sich am Sonntag zum vierten Mal in das Amt des Bürgermeisters wählen lassen. Ministerpräsident Abe forderte eine vollständige Aufklärung der Tat.
Täter aus dem Yakuza-Umfeld
Das Fernsehen zeigte Bilder von der Festnahme des mutmaßlichen Täters, der den Nachrichtenagenturen Jiji und Kyodo zufolge angab, zum Umfeld der japanischen Mafia-Organisation Yakuza zu gehören. Auf Fernsehbildern war der Bürgermeister blutverschmiert und bewusstlos zu sehen.
Der Täter gehörte laut Kyodo dem Yakuza-Arm Yamaguchi-gumi an. Die Gangster-Gruppe sei mit der Verwaltung von Nagasaki in Streit geraten. Yamaguchi-gumi zählt nach Angaben der Polizei vom Anfang des Jahres rund 41.000 Mitglieder. Ihr Hauptquartier hat die Organisation in der westjapanischen Hafenstadt Kobe.
In Japan sind bewaffnete Angriffe selten. 1990 war jedoch der frühere Bürgermeister von Nagasaki, Hitoshi Motoshima, von Rechtsextremen angegriffen worden, nachdem er den früheren Kaiser Hirohito für den Zweiten Weltkrieg verantwortlich gemacht hatte.
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