Polizei-Prügel
Russische Polizei hart gegen Kreml-Kritiker
Bei der Oppositionskundgebung in St. Petersburg ging die Polizei am Sonntag erneut gewaltsam gegen Demonstranten vor. Die mit Schlagstöcken ausgerüsteten Beamten hätten auch ältere Menschen niedergeprügelt, berichteten Augenzeugen. Es kam zu Festnahmen, darunter einer der Führer des Oppositionsbündnisses Anderes Russland, Limonow. Auch der ARD-Korrespondent Stephan Stuchlik wurde auf den Kopf geschlagen und vorübergehend festgenommen.
Die Beteiligung in St. Petersburg war offenbar geringer als die Organisatoren vom Bündnis Anderes Russland gehofft hatten. Der mit Absperrgittern abgeriegelte Platz war zu Beginn nur halb gefüllt. Einige Demonstranten waren von der Polizei aber offenbar noch vor der Kundgebung festgenommen worden.
Kasparow war am Samstag in Moskau einige Stunden nach seiner Festnahme wieder freigelassen worden. Ein Gericht verurteilte ihn wegen der Teilnahme an einer verbotenen Veranstaltung zu einer Geldstrafe von 1.000 Rubel (29 Euro). Kasparow hat sich in den letzten Monaten als einer der prominentesten Kritiker Putins profiliert. In Moskau hatten sich trotz eines Verbots der Behörden tausende Demonstranten zu einem so genannten Marsch der Andersdenkenden versammelt.
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