12.04.2007 17:56 |

Bombe in Kantine

Selbstmordanschlag im irakischen Parlament

Bei einem Selbstmordanschlag im irakischen Parlamentsgebäude in der schwer gesicherten grünen Zone Bagdads sind am Donnerstag mindestens acht Menschen getötet worden. Laut TV-Berichten wurden mindestens zehn weitere Personen verletzt. Wenige Stunden zuvor hatte sich ein Selbstmordattentäter auf einer Brücke in Bagdad in die Luft gesprengt und zehn Menschen getötet.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sprengte sich ein Selbstmordattentäter mit einem Sprengstoffgürtel in der Cafeteria in die Luft. Das Gebäude liegt in der so genannten grünen Zone, zu der auch die wichtigsten Ministerien und die US-Botschaft gehören. Das Viertel ist durch Betonsperren gesichert und kann erst nach strengen Kontrollen betreten werden.

Auf einer Brücke über den Tigris im Norden von Bagdad riss ein Selbstmordattentäter zehn Menschen mit in den Tod und verletzte weitere 26. Die Explosion des Lastwagens zerstörte einen Teil der Brücke. Etliche Menschen stürzten mit ihren Autos in den Fluss. Die Brücke verbindet ein schiitisches Viertel am Westufer mit einem sunnitischen Viertel am Ostufer.

US-Präsident Bush verurteilte den Anschlag auf das irakische Parlament scharf. Er erinnere daran, "dass es einen Feind gibt, der willens ist, Bomben gegen unschuldige Menschen und das Symbol der Demokratie einzusetzen", sagte Bush. Es seien die selben Leute, "die kommen möchten und auch unschuldige Amerikaner töten wollen", so der Präsident. "Meine Botschaft an die irakische Regierung heißt: Wir stehen zu Euch."

US-Verteidigungsminister Gates erklärte unterdessen, die im Irak und in Afghanistan eingesetzten US-Soldaten müssten künftig 15 statt zwölf Monate bleiben. Er begründete die "ab sofort" geltende Regelung damit, dass die Aufstockung der Truppen im Irak andernfalls nicht gewährleistet werden könne.