12.04.2007 14:47 |

Roaminggebühren

EU-Parlament für Senkung der Roaminggebühren

Das EU-Parlament hat sich am Donnerstag für deutlich günstigere Roamingkosten bei Handy-Gesprächen im Ausland ausgesprochen. Der Industrieausschuss legte fest, dass ein aktiver Anruf aus dem Ausland maximal 40 Cent (ohne Merwertsteuer) pro Minute kosten darf und ein angenommenes Gespräch höchstens 15 Cent.

Die neuen Tarife sollen automatisch für alle Kunden gelten, außer sie entscheiden sich dagegen. Ausständig ist nur noch eine Einigung mit den Telekom-Ministern, die sich kürzlich auf 50 Cent für abgehende und 25 Cent für ankommende Gespräche verständigt hatten.

Von einem "starken Signal" des EU-Parlaments für die Konsumenten und die Telekomindustrie, sprach der Berichterstatter, der ÖVP-Europaabgeordnete Paul Rübig. Des Weiteren sei eine gute Verhandlungsbasis mit dem Rat gegeben, da die Obergrenzen "deutlich unter den Vorstellungen der EU-Kommission und der Minister" lägen. Er gab sich nach wie vor optimistisch, dass bis zur geplanten Abstimmung im Plenum am 10. Mai "eine gute akzeptable Lösung" erzielbar sei. Damit wäre es möglich das Versprechen, die günstigeren Roamingtarife noch in dieser Urlaubssaison umzusetzen, eine genaue Zeitangabe sei aber nicht möglich.

Nach den Vorstellungen des Parlaments sollen die im Schnitt um 70 Prozent niedrigeren Tarife für Auslandsgespräche ein Monat nach Veröffentlichung des Beschlusses in Kraft treten. Die neuen Obergrenzen für Großhandelstarife von rund 23 Cent sofort. Die Mobilfunkkunden müssten zudem per SMS über die Auslandstarife für Gespräche aber auch Datentransfer und SMS informiert werden, wenn sie ein Land verlassen.