Brutales Verbrechen
Priester in Brasilien von Stricher ermordet
Der Priester war den Polizeiangaben zufolge am Dienstag in seiner Wohnung in Belém mit mehreren Messerstichen getötet worden. Der festgenommene Brasilianer beteuerte bei seiner Vernehmung, er habe in Notwehr gehandelt. Das Tatmotiv müsse allerdings noch ermittelt werden, erklärte ein Polizeisprecher. Der junge Mann kann nach brasilianischem Gesetz wegen des Mordes zu einer Höchststrafe von 30 Jahren Freiheitsentzug verurteilt werden.
Das Bistum Trier hat unterdessen hinsichtlich des Tatverdächtigen vor voreiligen Schlüssen gewarnt. Angaben, wonach es sich bei dem 18-Jährigen um einen Strichjungen handele, seien Spekulation, sagte ein Bistumssprecher am Donnerstag. Zunächst müssten die Ergebnisse der Ermittlungen abgewartet werden.
Der Priester habe, so das Bistum weiter, seit September vergangenen Jahres im Priesterseminar Sao Gaspar in Belém gearbeitet. Er sollte dort fünf Jahre lang bleiben. Nach brasilianischen Medienangaben soll der Deutsche bereits am Donnerstag in Belém beerdigt werden. Beléms Erzbischof Orani Joao Tempesta bedauerte das "brutale Verbrechen".
Symbolbild
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