Für tot erklärt
Regierungskoalition Rumäniens zerfallen
Ausland
01.04.2007 14:20
In Rumänien ist die regierende Mitte-Rechts-Koalition zerbrochen. Premier Tariceanu hat am Sonntag in Bukarest die Bildung einer Minderheitsregierung angekündigt, die aus seiner Nationalliberalen Partei und dem Demokratischen Bund der Ungarn in Rumänien bestehen soll. Die bisher mitregierende Demokratische Partei, die Staatspräsident Basescu nahe steht, soll nicht mehr im Kabinett vertreten sein.
Kommende Woche will Tariceanu das neue Kabinett vorstellen. Er hofft dabei offenbar, dass die oppositionellen Sozialisten im Parlament für die neue Regierung stimmen werden. Die Allianz zwischen Demokraten und Nationalliberalen hatte der Premier für tot erklärt.
Als Hauptgründe dafür hatte er den Beschluss der Demokraten genannt, separate Listen für die Europa-Wahlen aufzustellen, sowie die Weigerung einiger demokratischer Minister, sich mit der Arbeit der Regierung solidarisch zu zeigen.
Damit gemeint waren in erster Linie Justizministerin Macovei und Innenminister Blaga. Beide PD-Politiker hatten sich geweigert, den Beschluss zur Verschiebung der Europa-Wahlen auf Herbst zu unterschreiben.
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