"Flugservice"

Platter soll Heeres-Jets privat benutzt haben

Österreich
31.03.2007 23:07
Minister Platter soll in seiner Amtszeit als Verteidigungsminister mehrmals einen „Flugservice“ des Bundesheeres in Anspruch genommen haben. Von den 13 Flügen mit einer Saab-105-Maschine sollen auch einige eher privater Natur gewesen sein. Für Platter sind diese Flüge, die pro Flugstunde 5.800 Euro kosten, "dienstlich und belegbar". Kritik hagelte es von SPÖ und Grünen.

Gründe für derartige Flüge: Rückfluge aus Tirol für eine dringliche Anfrage im Bundesraat, eine Kranzniederlegung der Regierung im April 2003 und einmal, um Soldaten für den Katastropheneinsatz im Iran zu verabschieden. Außerdem war Platter dem Nachrichtenmagazin profil zufolge auch bei einem "Edelweißkonzert" der Militärmusik und bei einem Betriebsbesuch. 

Darabos: Flüge waren kein zusätzlicher Aufwand
Laut Neo-Verteidigungsminister Darabos erfolgten die Transportflüge jedoch "im regulären Flugbetrieb" - ein zusätzlicher Flugstundenaufwand sei daher nicht zu verzeichnen gewesen.

Kritik an den "Lufttaxi-Flügen" kam von der SPÖ. "Wenn der Steuerzahler für eine Militärjetflugstunde 5.800 Euro zu berappen hat und der Flug nicht nachweislich ausschließlich militärischen Zwecken dient, handelt es sich um Missbrauch von öffentlichem Eigentum", kritisierte Rechnungshofsprecher Kräuter.

Maschinen dürfen nur für dienstliche Zwecke benutzt werden
Für den Grünen Rechnungshofsprecher Kogler besteht zumindest der Verdacht auf private Nutzung von Bundesheer-Flügen durch. Die ÖVP weist die Kritik zurück. "Bundesminister Platter hat die Saab-105-Flieger ausschließlich für dienstliche Reisen und nie für Privatreisen genützt", versicherte ÖVP-Wehrsprecher Murauer. Kräuter wolle Platter offensichtlich "diffamieren".

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