Erneut verhaftet
Simbabwes Oppositions- Führer festgenommen
"Mindestens 20 Menschen befanden sich zum Zeitpunkt der Razzia im Büro", sagte Biti. Dutzende Polizisten mit schwerer Ausrüstung umstellten das MDC-Hauptquartier. Die Händler anliegender Geschäfte schlossen ihre Läden, da sie offenbar Ausschreitungen befürchteten. Tsvangirai sollte am Mittwoch eigentlich eine Pressekonferenz zur mutmaßlichen Entführung eines Oppositionellen geben, der am Dienstag nach einem Gottesdienst verschwunden war. Die Behörden bestätigten die Festnahmen offiziell zunächst nicht, aus Polizeikreisen verlautete aber, die Büros seien nach Molotowcocktails durchsucht worden.
Staatschef Robert Mugabe wurde am Mittwoch zu einem Gipfel der Entwicklungsgemeinschaft für das südliche Afrika (SADC) erwartet, auf dem über die Lage in Simbabwe beraten werden sollte.
Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft äußerte sich "mit großer Besorgnis" über die Festnahme Tsvangirais. "Ihre Sorge rührt nicht zuletzt aus der Tatsache, dass er anlässlich seiner letzten Verhaftung brutal misshandelt worden ist", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Jens Plötner. "Große Erwartungen" setze Deutschland in den SADC-Gipfel, fügte er hinzu. Die katholischen Bischöfe Simbabwes forderten eine neue Verfassung für das Land, die freie Wahlen erlaube. Die erste Verhaftung Tsvnagirais war international mit Entrüstung aufgenommen worden, Mugabe zeigt sich seit Jahren gegenüber Kritik aus dem Ausland immun.
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