25.03.2007 12:41 |

Stärke 6,1

1 Tote und 160 Verletzte bei Beben in Japan

Ein schweres Erdbeben der Stärke 6,9 auf der Richterskala hat in Japan mindestens ein Menschenleben gefordert. Mehr als 160 Personen wurden verletzt. Der Erdstoß der Stärke 6,9 löste einen kleineren Tsunami aus, wie der staatliche Wetterdienst mitteilte. Die Warnung vor einer Flutwelle an der Küste der Präfektur Ishikawa wurde nach einer Stunde wieder aufgehoben. Allerdings wurde mit Nachbeben gerechnet.

Das Beben brachte Gebäude ins Schwanken, löste Erdrutsche aus und führte zu Unterbrechungen der Strom-, Telefon- und Wasserversorgung. Viele der Verletzten wurden von herabfallenden Gegenständen oder Glassplittern getroffen. Der Zugverkehr in Ishikawa und der Nachbarpräfektur Toyama wurde eingestellt. Bei den Flugverbindungen mit Tokio kam es zu Verspätungen.

Die Regierung bestätigte den Tod einer 52-jährigen Frau, die einem Rundfunkbericht zufolge von einer Laterne erschlagen wurde. Kabinettsminister Shiozaki kündigte die Entsendung von Polizisten und Soldaten zur Unterstützung der Betroffenen an.

Der Seismologe Takeshi Hachimine sagte, die betroffene Region gehöre nicht zu den besonders erdbebengefährdeten Gebieten. Das letzte größere Beben dort ereignete sich bereits 1933; damals kamen drei Menschen ums Leben. Hachimine warnte vor Nachbeben.

Epizentrum in 50 Kilometer Tiefe
Das Zentrum des Bebens lag in 50 Kilometer Tiefe unter dem Meeresboden vor Noto. Erdbeben sind in Japan häufig, da das Land in einer der seismisch aktivsten Regionen der Erde liegt. 1995 wurden bei einem Beben der Stärke 7,3 in der Stadt Kobe mehr als 6400 Menschen getötet. 2004 kamen in der nordjapanischen Region Niigata 65 Menschen bei einem Beben der Stärke 6,8 ums Leben, mehr als 3000 wurden verletzt.

Auch die Vanuatu-Inseln im Pazifik wurden am Sonntag von zwei schweren Beben erschüttert. Die Erdstöße erreichten die Stärke 6,0 und 7,2. Bewohner der Küstenregionen wurden vorsichtshalber ins Landesinnere gebracht, wie die Behörden mitteilten.