Schwere Krawalle

Nationalfeiertag endet mit Tränengas

Ausland
16.03.2007 17:30
Der ungarische Nationalfeiertag am 15. März hat in Budapest mit einem Polizeieinsatz gegen Anti-Regierungs- Demonstranten geendet. Die Sicherheitskräfte schossen mit Tränengas- Granaten und Wasserwerfern, während die Demonstranten Barrikaden anzündeten und die Polizisten mit Gegenständen bewarfen. Gegen 22.00 Uhr war die Exekutive wieder Herr der Lage. Dutzende Demonstranten wurden festgenommen, es gab zahlreiche Verletzte.

In den Abendstunden des Donnerstag versammelten sich zunächst einige hundert Menschen bei der Prachtstraße Andrassy ut, angeblich um den am Donnerstag festgenommenen, zuvor seit Monaten polizeilich gesuchten Anti-Regierungs-Demonstranten Budahazy zu befreien. Sie wurden mit Wasserwerfern und Tränengas auseinandergetrieben. Budahazy wird vorgeworfen, bei Ausschreitungen im September unter anderem das sowjetische Denkmal vor dem Fernsehgebäude schwer beschädigt zu haben.

Vier Polizisten verletzt
Gruppen aus hunderten Demonstranten formierten sich am Donnerstagabend auf den Hauptstraßen der Innenstadt immer wieder neu. Nach Medienberichten errichteten die Demonstranten Barrikaden aus Bauelementen, sie bewarfen und beschossen die Polizisten mit Steinen, Flaschen, Glaskugeln und Ähnlichem. Mülltonnen und Barrikaden wurden angezündet und Autos zerschlagen. Zahlreiche Protestteilnehmer waren vermummt. Laut Angaben der Exekutive wurden vier Polizisten verletzt.

Die Ereignisse erinnerten an ähnliche Geschehnisse am Abend des 23. Oktober vergangenen Jahres, des 50. Jahrestags der Revolution 1956, sowie an die Anti-Regierungs-Ausschreitungen im vergangenen September. Wegen der Gefahr von Auseinandersetzungen war die Polizei am 15. März, dem Feiertag der Revolution 1848, in Alarmbereitschaft versetzt worden.

36 Festnahmen nach Krawallen
Nach Krawallen rechtsextremer Regierungsgegner in Budapest sind mindestens 36 Menschen festgenommen worden. Gegen sie seien Verfahren wegen Randalierens und Störung der öffentlichen Ordnung eingeleitet worden, teilte die ungarische Polizei am Freitag mit.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
16.03.2007 17:30
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung