Schwere Krawalle
Nationalfeiertag endet mit Tränengas
In den Abendstunden des Donnerstag versammelten sich zunächst einige hundert Menschen bei der Prachtstraße Andrassy ut, angeblich um den am Donnerstag festgenommenen, zuvor seit Monaten polizeilich gesuchten Anti-Regierungs-Demonstranten Budahazy zu befreien. Sie wurden mit Wasserwerfern und Tränengas auseinandergetrieben. Budahazy wird vorgeworfen, bei Ausschreitungen im September unter anderem das sowjetische Denkmal vor dem Fernsehgebäude schwer beschädigt zu haben.
Vier Polizisten verletzt
Gruppen aus hunderten Demonstranten formierten sich am Donnerstagabend auf den Hauptstraßen der Innenstadt immer wieder neu. Nach Medienberichten errichteten die Demonstranten Barrikaden aus Bauelementen, sie bewarfen und beschossen die Polizisten mit Steinen, Flaschen, Glaskugeln und Ähnlichem. Mülltonnen und Barrikaden wurden angezündet und Autos zerschlagen. Zahlreiche Protestteilnehmer waren vermummt. Laut Angaben der Exekutive wurden vier Polizisten verletzt.
Die Ereignisse erinnerten an ähnliche Geschehnisse am Abend des 23. Oktober vergangenen Jahres, des 50. Jahrestags der Revolution 1956, sowie an die Anti-Regierungs-Ausschreitungen im vergangenen September. Wegen der Gefahr von Auseinandersetzungen war die Polizei am 15. März, dem Feiertag der Revolution 1848, in Alarmbereitschaft versetzt worden.
36 Festnahmen nach Krawallen
Nach Krawallen rechtsextremer Regierungsgegner in Budapest sind mindestens 36 Menschen festgenommen worden. Gegen sie seien Verfahren wegen Randalierens und Störung der öffentlichen Ordnung eingeleitet worden, teilte die ungarische Polizei am Freitag mit.
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