¿Die Feenkönigin¿

Purcell: Bühnenwirksam und kunstfertig

Starker Premierenerfolg für Henry Purcells „Die Feenkönigin“ am Linzer Landestheater. Das Stück erweist sich als bühnenwirksamer Verschnitt aus Oper, Tanz und Schauspiel, den Regisseur Andreas Baesler frei nach Shakespeares „Sommernachtstraum“ unter Beiziehung der „Fairy Queen“-Musik erarbeitet hat.

Dennis Russell Davies arrangierte mit Kunstfertigkeit die Musik des Barockmeisters für Orchester mit modernem Instrumentarium. Er erzielte sowohl in den prunkvollen Festmusiken wie auch in den schlank federnden, meist kammermusikalisch bestückten Tanzmusiken vorzügliche Klangwirkung.
Für Opernfreunde, die mit den Ritualen der Barockoper vertraut sind, verläuft diese Inszenierung recht ereignisreich: Dafür sorgen die ideenstrotzende Inszenierung Baeslers, die auf Brillanz abzielende Choreografie Michael Langeneckerts und auch die bizarr verkorksten Kostüme Isabella Reders.

Dazu die gut trainierten Sänger, etwa die in der Affektkunst bewanderte Cassandra McConnell und der sein perfektes Koloraturenpotenzial überlegen ausspielende Kurt Azesberger, außerdem glasklare Madrigalkunst, ein ausgezeichneter Chor (Leitung: Georg Leopold) und natürlich das konzentriert musizierende Bruckner Orchester.

 

 

 

Foto: Norbert Artner

Montag, 14. Juni 2021
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