Personalnot vorbei?

Für Firmen gibt´s bei Feuerwehreinsätzen Geld

Das Steyregger Feuerwehr-Dilemma - der Ausweg könnte bald auch in anderen Gemeinden Schule machen: Um wieder mehr freiwillige Aktive zu bekommen, sollen Firmen ihre Beschäftigten zur Mitarbeit bei der örtlichen Feuerwehr motivieren. Müssen diese dann ausrücken, können die Chefs der Gemeinde eine Rechnung über den Verlust der Arbeitszeit schicken, wurde bei einer Krisensitzung vorgeschlagen.

Die Zahl der Feuerwehrleute sank bei der FF Steyregg auf 34 - bei Tageseinsätzen musste häufig die FF Lachstatt einspringen, von denen fünf ausgebildete Mann im Bauhof beschäftigt sind. Dienstag Abend gab es deshalb eine vierstündige Krisensitzung mit Bürgermeister Josef Buchner an der Spitze. „In fairen, kameradschaftlichen Gesprächen hat jedes Mitglied - darunter auch der zurückgetretene Kommandant - seine persönlichen Probleme dargelegt, dann haben wir nach Lösungen gesucht“, erklärt der Stadtchef und ergänzt: „Es geht ja nicht, dass keiner Zeit für Ausbildung und Übungen hat - der Kommandant kann solche Leute ja nicht zu Einsätzen schicken. Es geht auch anderen Feuerwehren schlecht - aber die schummeln sich irgendwie durch.“

Um die Steyregger Feuerwehr zu erhalten, unternimmt Bürgermeister Josef Buchner nun wegweisende Schritte: „In Steyregg haben wir 1200 Arbeitnehmer - ich werde Firmeninhaber überzeugen, ihre Mitarbeiter für die Feuerwehr anzuwerben. Dafür bekommen sie die Arbeitsstunden ersetzt, die diese Leute dann im Einsatz sind. Ohne Landes-Katastrophenklausel.“

Geschätzte Jahreskosten: 10.000 Euro. Eine Regelung, die bald auch andere feuerwehrschwache Gemeinden aufgreifen könnten…

 

 

 

Symbolfoto: Klaus Kreuzer

Montag, 14. Juni 2021
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