Boeing ausgebrannt
Flugzeug fängt Feuer: 23 Menschen verbrannt
Bilder der Katastrophe findest du in der Info-Box!
Das Flugzeug mit insgesamt 140 Passagieren an Bord war beim Anflug auf die Touristenmetropole Yogyakarta verunglückt und in Flammen aufgegangen. Es schlitterte mit brennenden Reifen und dichten Rauchwolken in der Kabine über die Landebahn hinaus und kam 300 Meter weiter in einem Reisfeld zum Stehen. Die Crew riss innerhalb kurzer Zeit die Notausgänge auf, und die Menschen sprangen aus dem brennenden Wrack ins Freie. Die Boeing 737-400 brannte völlig aus.
Die Überlebenden berichteten von dramatischen Minuten an Bord kurz vor der Landung. "Wir hatten alle das Gefühl, dass es bei der Landung zu einem Unfall kommen würde", sagte der italienische Südostasienkorrespondent Alessandro Bertellotti. "Das Flugzeug war viel zu schnell, es war klar, dass es nicht bremsen können würde." Die australische Journalistin Cynthia Banham erlitt selbst schwere Brandwunden. "Sie sah Leute in Flammen stehen", sagte ihr Kollege Mark Forbes.
Flammen erst nach zwei Stunden gelöscht
Der Feuerwehr gelang es nach zwei Stunden, die Flammen zu löschen. Ein Passagier sagte, das Flugzeug habe vor der Landung geschwankt. "Plötzlich war Rauch im Rumpf, es schlug auf die Landebahn und landete in einem Reisfeld."
Wegen der Hitze konnte die Feuerwehr den ausgebrannten Rumpf stundenlang nicht betreten. Aus dem ausgebrannten Wrack quollen noch nach Stunden dichte Rauchwolken. "Wer nicht rechtzeitig aus dem Wrack kam, ist tot", sagte Budi Mulyono, Direktor des Dr. Sardjito-Krankenhauses in Yogyakarta.
Australische Delegation an Bord
An Bord der Boeing befanden sich bis zu zehn australische Diplomaten, Regierungsvertreter und Journalisten. Sie wollten Außenminister Alexander Downer auf seiner Indonesien-Reise begleiten. Der Politiker selbst hat sich aber nicht in der Maschine befunden.
Indonesische Flugunglücke
Mitte Februar war eine Maschine des indonesischen Billigfliegers Adam Air auf dem Flughafen von Surabaya nach einer harten Landung auseinandergebrochen. Der Pilot machte dafür Fallwinde verantwortlich. Die 148 Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. Die Behörden entzogen der Fluggesellschaft die Lizenz. Am Neujahrstag war bei schlechtem Wetter eine Adam-Air-Maschine mit 102 Menschen an Bord vor Sulawesi abgestürzt. Das Wrack wurde erst Tage später geortet.
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