Hilflos verbrannt

¿Opfer im Feuerauto hatte keine Chance¿

Oberösterreich
20.02.2007 18:15
Eine junge Frau hilflos im Autowrack verbrannt, ihre Freundin mit lebensgefährlichen Brandwunden im Spital, der Lenker, ein Führerscheinneuling, unter schwerem Schock: Der Unfalltragödie von Gaspoltshofen erschüttert die Menschen. Dass die Flammen überhaupt jemand überlebte, grenzt an ein Wunder: Das Auto brannte binnen Sekunden.

„Die junge Frau im Fonds des Autos hatte nicht die geringste Chance“, berichten die Helfer. Montag Abend gegen 18.30 Uhr war der Koch Hannes E. (18) aus Gaspoltshofen mit seinem Audi 80 von Grieskirchen Richtung Heimatort unterwegs. In Kronleiten geriet der Fahranfänger - er hat erst seit Herbst einen Führerschein - auf der B 135 in einer Kombination aus vier Kurven ins Schleudern - sein Wagen stellte sich quer, krachte mit der rechten hinteren Seite gegen das Auto des entgegenkommenden technischen Zeichners Franz S. (42) aus Breitenschützing. „Dabei wurde beim Audi der Tankstutzen abgerissen, Funkenflug löste sofort Feuer aus - das Wrack brannte schon, während es noch drei Meter durch die Luft flog und nach einer Drehung in die angrenzende Wiese stürzte.“

Der Unglückslenker Hannes E. konnte gerade noch seine Beifahrerin Sabrina Obermair (18) aus Schörfling aus den Flammen ziehen. Da waren bereits fast 90 Prozent ihrer Haut schwer verbrannt. Doch für die 17-jährige Verona Rauscher aus Ampflwang gab es keine Rettung mehr: Hitze und Flammen waren bereits zu stark, niemand konnte sie mehr aus den Flammen ziehen.

„Als wir Minuten später am Unfallort eingetroffen sind, sind der verletzte Lenker und seine schwerst verletzte Beifahrerin auf der Straße herumgelaufen, haben verzweifelt geschrien: ,Da ist noch jemand drin´ - doch auch wir konnten nichts mehr für das Opfer tun“, berichtet erschüttert Einsatzleiter Rudolf Fattinger von der Freiwilligen Feuerwehr Gaspoltshofen.

Während beide Lenker mit verhältnismäßig glimpflichen Verletzungen davonkamen, schwebt Sabrina Obermair in Lebensgefahr: „Die kritische Phase dauert vier Wochen“, erklärt Oberarzt Dr. Herbert Haller, Spezialist für Verbrennungsverletzungen im Linzer UKH.

Die drei jungen Leute im Feuerauto waren Berufskollegen: Wie Hannes E. absolvieren auch Verona Rauscher und Sabrina Obermair eine Kochausbildung. Die beiden Frauen arbeiteten als Lehrmädchen sogar im selben Lokal, einem renommierten Restaurant in Schörfling am Attersee.




Repros: Hannes Markovsky

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