Fußball-Krawalle
Tausende bei Trauerfeier für getöteten Polizisten
Tausende Tifosi waren vor den Dom gekommen. Als der Sarg mit dem 38-jährigen Toten vor der Kirche eintraf, brandete langer Beifall auf. "Catania sagt Nein zur Gewalt", stand auf einem Spruchband der Fans. Die Zeremonie wurde vom staatlichen italienischen Fernsehen live übertragen.
Suche nach Tätern läuft
Zugleich ging die Suche nach den Tätern weiter. Nach Angaben der Justiz gab es bislang rund 30 Festnahmen. Außerdem wurden etwa 20 Wohnungen von radikalen Fans durchsucht. Nach italienischen Medienberichten wurde der Polizist durch einen Schlag mit einer Eisenstange oder durch Tritte in den Magen getötet. Er sei an inneren Blutungen gestorben.
Bereits wenige Stunden nach der Trauerfeier trafen Innenminister Amato und die Führung des italienischen Fußballs sowie das Nationale Olympische Komitee (CONI) zu einem Krisengespräch zusammen. Italiens Regierung hat beschlossen, hart durchgegriffen. "Es wird keine Spiele mehr mit Publikum in Stadien geben, die nicht den Sicherheitsvorschriften entsprechen", erklärte Innenminister Guliano Amato am Montagabend nach einem Krisengipfel mit dem italienischen Fußballverband und dem Nationalen Olympischen Komitee in Rom.
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