Aus "Versehen"
Minderjährige Soldaten in den Irak geschickt
Ingram betonte, die Entsendung der minderjährigen Soldaten sei "irrtümlich" geschehen. Vier der Minderjährigen seien Mädchen gewesen. "Weniger als fünf der 17-Jährigen wurden für einen länger als drei Wochen dauernden Zeitraum eingesetzt", schrieb Ingram. Von Juli 2005 an seien keine Minderjährigen mehr als Soldaten in den Irak abkommandiert worden.
Die liberaldemokratische Parlamentarierin Sarah Teather, die die Anfrage eingebracht hatte, kritisierte die Handlungsweise der Regierung als "unverzeihlichen Fehler". Teather forderte von Premierminister Tony Blair eine Entschuldigung. So junge Menschen seien weder geistig noch emotional auf einen so blutigen Konflikt wie im Irak vorbereitet.
Entsprechend der UN-Konvention über das Recht der Kinder und ihre Verwicklung in bewaffnete Konflikte müssen die Unterzeichnerstaaten alle möglichen Vorkehrungen treffen, dass keine unter 18-Jährigen in ein Kriegsgebiet entsandt werden. Großbritannien ratifizierte das Protokoll nach den Worten von Ingram am 24. Juni 2003.
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