Tragischer Unfall

2 Freundinnen von Auto getötet

Chancenlos war ein Autolenker (20) in Lenzing, als in der Finsternis zwei dunkel gekleidete Pensionistinnen vor seinem Wagen die B 151 überqueren wollten. Der Pkw rammte die 80- und 82-jährigen Freundinnen, die im Spital starben. Verkehrsexperten mahnen: Reflektoren an der Kleidung verhindern solche Unfälle.

Die Witwen Erika Ramsl (80) und Maria Meister (82) waren oft gemeinsam spazieren, dürften am Weg zum Friedhof gewesen sein. Vor dem Haus der 80-Jährigen wollten die Freundinnen über die Straße gehen - unmittelbar vor dem Seat Toledo des Seewalcheners Norbert R. (20), der mit seiner Freundin (19) am Beifahrersitz auf der Freilandstraße um die Kurve kam. Der Elektriker konnte nichts mehr tun. Die beiden Frauen wurden gegen Motorhaube und Windschutzscheibe geschleudert. Maria Meister und Erika Ramsl waren so schwer verletzt, dass sie wenig später verstarben. Der Unfalllenker wird wegen  fahrlässiger Tötung angezeigt. Er und seine geschockte Freundin Bianca G. (19) müssen vom Kriseninterventionsteam betreut werden.

„44 Prozent aller getöteten Fußgeher sind älter als 65 Jahre. Diese Unfälle wären durch Reflektoren meist vermeidbar“, mahnt Peter Kaufmann vom Linzer Kuratorium für Verkehrssicherheit. Autofahrer erkennen dunkel gekleidete Fußgeher am Abend erst, wenn sie nur noch 25 Meter entfernt sind, bei heller Kleidung sind es 40 Meter - wer einen Reflektor trägt, wird schon 150 Meter vorher gesehen. „Jeder Jogger und jedes Kind hat schon Reflektoren. Man muss sich also nicht schämen, sie zu benutzen“, so Kaufmann.

 

 

 

Foto: Foto Humer

Mittwoch, 23. Juni 2021
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