30.01.2007 09:40 |

Selbstmord-Attentat

Selbstmordanschlag im israelischen Badeort Eilat

Bei einem Selbstmordanschlag in dem südisraelischen Badeort Eilat am Roten Meer sind am Montag mindestens vier Menschen getötet worden. Mehrere Personen wurden bei dem Anschlag in einem Einkaufszentrum zum Teil schwer verletzt. Der Attentäter hate sich in einer Bäckerei in dem Einkaufszentrum in die Luft gesprengt. Zur Urheberschaft des Anschlags bekannten sich gleich drei Gruppen.

Bei dem Attentäter soll es sich um einen 21-jährigen Palästinenser aus Gaza handeln. Es war der erste Selbstmordanschlag in Israel seit dem 17. April 2006. Dabei waren neun Menschen getötet worden. Der jüngste Anschlag war der zehnte seit einer einseitigen palästinensischen Waffenruheerklärung vom Februar 2005.

Ein Sprecher der palästinensischen Hamas-Organisation verteidigte den Anschlag als "berechtigten Widerstand" gegen Israel. Fawzi Barhoum sagte, das Attentat sei eine "natürliche Antwort" auf die israelische Politik im besetzten Westjordanland und gegenüber dem Gaza-Streifen, sowie auf den Boykott der palästinensischen Hamas- Regierung. Solange es eine Besetzung gebe, sei Widerstand gerechtfertigt.

Israelische Luftwaffe greift Tunnel an
Als Reaktion auf den Selbstmordanschlag hat die israelische Luftwaffe in der Nacht auf Dienstag am Grenzübergang Karni im Norden des Gaza- Streifens einen Tunnel angegriffen. Wie israelische Medien unter Berufungen auf Angaben der Armee berichteten, wollten militante Palästinenser durch den Tunnel Attentäter aus dem Gaza-Streifen nach Israel einschleusen.

Die US-Regierung hat die palästinensische Hamas-Regierung wegen des Terroranschlags scharf kritisiert. "Die Last der Verantwortung zur Verhinderung von solchen Terroranschlägen liegt bei der palästinensischen Regierung", hieß es in einer Erklärung des Weißen Hauses in Washington.