Otto Pichler kam als eines von zehn Kindern auf einem Bauernhof bei Salzburg zur Welt. Schon als Teenager war er ein begeisterter Tänzer. „Aber damals nur in der Disco“, erinnert er sich. Als er es bei der Disco-Tanz-Weltmeisterschaft immerhin zum Salzburger Landesmeister brachte, war dies der Anstoß für eine „ordentliche“ Tanzausbildung. Erst als 19-Jähriger lernte er am Salzburger Landestheater Jazztanz, Step und klassisches Ballett neben seinem damaligen Beruf als Bankbeamter. 1986 entschied er sich dann endgültig für den Beruf des Tänzers, übersiedelte nach Wien: Seitdem lebt er für, auf und hinter der Bühne.
Die Linzer Theaterbesucher kennen Otto Pichler als Choreograf von „Cabaret“, der „fantastischen Romeo und Julia“-Produktion im Eisenhand oder dem „Zauberer von Oos“. Auf der Bühne sah man ihn zuletzt - einen Choreografen darstellend - in „Heiße Eisen“ im AK-Saal. „Meine erste Sprechrolle. Hat Spaß gemacht!“, lächelt Pichler und freut sich auf die Wiederaufnahme der Produktion ab 10. Juli im Linzer Rathaussaal.
Den „Käfig voller Narren“ findet er „tänzerisch sehr vielschichtig“. Er arbeitet mit insgesamt acht Tänzern aus dem Hausensemble. Dynamisch und schnell mit „viel Chichi“ soll es werden. Aber wir werden weder den Cancan noch einen Fächertanz vermissen. Und als nächstes bringt Otto Pichler in Coburg das Rockmusical „Jesus Christ Superstar“ heraus - und zwar als Regisseur!
Foto: Chris Koller
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