Stromproblem gelöst

Brandopfer aus Tiefschlaf geholt

Oberösterreich
21.01.2007 19:53
Drei Tage nach Orkan „Kyrill“ tritt in Oberösterreich Entspannung ein: In allen 130.000 „stromlosen“ Haushalten brennt wieder Licht. Das Brandopfer (83) von Kirchschlag wurde aus dem Tiefschlaf geholt, in dem das Explosionsopfer (58) noch weiter bleiben muss.

„Die Patientin ist ansprechbar“, ist man im UKH Linz über die Fortschritte von Franziska Huemer-Hartl (83) aus Kirchschlag erfreut. Ihr war beim Stromausfall eine Kerze umgefallen, die ihre Decke entzündet hatte. Noch nicht ganz über den Berg ist Rupert Platzer (58) aus Vorderstoder, dessen Notstromaggregat explodiert war. Er bleibt im Tiefschlaf.

Gerettet hat die Feuerwehr die Fresken in der Basilika St. Florian - dort hatte der Orkan das Dach aufgerissen, Wasser drang ein.

Ausgestanden ist seit Sonntag, 15.30 Uhr, die durch 1,5 Millionen geknickte Bäume größte Energieversorgungskrise in OÖ. „Alle Kunden haben Strom“, so Energie-AG-Sprecher Walter Czetsch. Es sind 1000 Haushalte rund um den Hengstpass und im Mühlviertel ohne Anschluss ans Netz, hier helfen 25 große Aggregate aus. Der Schaden der Versorger beträgt einige Millionen Euro. Doch man verspricht: „Keine Strompreiserhöhung!“

 

 

 

Repro: Horst Einöder

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