Zügiges Verfahren
Seligsprechung von Karol Wojtyla noch im Jahr 2007
Das Verfahren braucht aber in jedem Fall seine Zeit, man muss in erster Linie Ernsthaftigkeit und Objektivität garantieren", sagte der Pole. Sollte der Prozess im April tatsächlich abgeschlossen werden, könnte der polnische Papst noch in diesem Jahr selig gesprochen werden. In diesem Fall wäre das der schnellste Seligsprechungsprozess in der Neugeschichte der Kirche. Das Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. begann am 28. Juni 2005, kaum drei Monate nach seinem Tod.
Oder betonte, die Erwartungen der Öffentlichkeit in dieser Sache sei groß. "Es gibt diese Erwartung der vielen Gläubigen, die unsere Arbeit mit Gebeten und Briefen unterstützen. Sie beweisen, welche enorme Spur der Papst hinterlassen hat. Es gibt außerdem einen gewissen Druck der Medien, der jedoch bei dem Verfahren nicht hilft. Uns geht es vor allem um die Ernsthaftigkeit des Verfahrens", sagte Oder.
Die im Seligsprechungsverfahren zusammengestellte Dokumentation muss bei der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungsprozesse eingereicht werden. Ihre Mitglieder werden nach Analyse der Dokumente ihre Schlussfolgerungen an den Papst übergeben, der die Entscheidung über die Seligsprechung trifft.
Das Tribunal für die Seligsprechungen hat in diesen Monaten Dutzende von Zeugen befragt. Beendet wurde auch die Untersuchung des Wunders, das eine 40-jährige - durch Vermittlung von Johannes Paul II. von der Parkinson-Krankheit geheilte - französische Nonne erlebt haben soll.
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