18.01.2007 07:41 |

Bis Ende 2007

Irak: Schwarzenegger will Abzug der US-Truppen

Der kalifornische Gouverneur Schwarzenegger hat einen Abzug der US-Truppen aus dem Irak bis Jahresende gefordert. Die Pläne von US-Präsident Bush für eine Aufstockung der Truppen um knapp 22.000 Mann, unterstützte Schwarzenegger dagegen ausdrücklich. Der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Holbrooke, sprach unterdessen von einer "furchtbaren Hinterlassenschaft" von Bush.

"Wir sollten eine Frist und einen Zeitrahmen für einen Abzug festsetzen", sagte Schwarzenegger am Mittwoch. Die USA müssten der irakischen Regierung deutlich machen, dass sie ihre Soldaten nicht auf Dauer im Land ließen. Die Iraker müssten ihre Streitkräfte so schnell wie möglich ausbilden, so dass sie bis Ende des Jahres eigenständig für ihre Sicherheit sorgen können, sagte der Republikaner. Bush hat bisher keinen konkreten Zeitplan für einen Abzug aus dem Irak genannt.

Die Pläne für eine Aufstockung der US-Truppen im Irak um knapp 22.000 Mann, um die anhaltende Gewalt unter Kontrolle zu bringen, unterstützte Schwarzenegger dagegen ausdrücklich. Die USA sollten dem Irak nicht den Rücken zuwenden und einfach wegen der gemachten Fehler abziehen. "Ich denke, wir können in einer siegreichen Art und Weise abziehen", sagte der Ex-Schauspieler.

Frontalangriff von Holbrook auf Bush
Der frühere Diplomat Holbrook kritisierte in ungewöhnlich scharfer Form die bisherige Leistung von US-Präsident Bush. Dieser habe "das Land in zwei Kriege geschickt, von denen er keinen beenden wird. Dann haben wir ein riesiges Haushaltsdefizit und eine tief gespaltene Nation. Das ist eine furchtbare Hinterlassenschaft", sagte Holbrooke der "Berliner Zeitung".