Raucher-Diskussion

Rote Karte für den blauen Dunst

Weiter hemmungslos qualmen - oder kommt die rote Karte für den blauen Dunst? Die Diskussionen um ein mögliches Rauchverbot in Restaurants nimmt kein Ende - obwohl das Gros der Gastwirte bereits eine räumliche Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen vorgenommen hat. Die gehobene Gastronomie ist gespalten.

Franz Zehetner, Chef des „Prielmayer´s“ in Linz, ist ein Vorreiter für Nichtraucher: „Wir haben den größten Teil unseres Restaurants auf rauchfrei umgestellt. Die meisten unserer Gäste verlangen nach einem Tisch im Nichtraucherbereich“, sagt Zehetner und ergänzt: „Früher hat´s das ,Raucherkammerl´ gegeben - das wird auch wieder so kommen.“ Was Peter Parzmair, Boss vom Kellerwirt in Schwanenstadt, ähnlich sieht. Er richtet gerade eine Nichtraucher-Lounge ein, obwohl er sagt: „Rund 90 Prozent meiner Gäste sind Raucher.“ Warum braucht er dann Nichtraucher-Abteil? „Weil ich überzeugt bin, dass ein gesetzliches Verbot kommen wird. Doch das ist auch gut so - denn derzeit sind wir Wirte die ,Bösen´, und das kann´s auf Dauer nicht sein.“

Helmut Wiesinger vom Wirt am Berg bei Wels dagegen hält nichts von einem gesetzlichen Verbot: „Wenn wir pro Monat drei Anfragen für Nichtrauchertische haben, ist es viel.“ Wobei er ergänzt: „Für mich ist wichtig, dass wir zufriedene Gäste haben, deshalb reagieren wir individuell auf ihre Wünsche.“

Auf das Verständnis der Gäste bauen Georg Essig vom Linzer Vogelkäfig sowie Friederike Staudinger vom Tanglberg in Vorchdorf. Schließlich ist Rücksicht mehr als nur ein Gebot der Höflichkeit  und das nicht nur in der gehobenen Gastronomie…

 

 

Foto: Markus Wenzel

Samstag, 12. Juni 2021
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