Anfang der 70er-Jahre wurde Romeyke zum ersten Mal wegen Raubes zu neun Jahren Haft verdonnert, 1988 ging er neuerlich für 15 Jahre ins Gefängnis, diesmal wegen zweifachen Raubes, bei dem ein Opfer sogar gefesselt und geknebelt worden war. 2000 wurde er vorzeitig aus der Haft entlassen. Sechs Jahre hielt der Angeklagte, der in der Haft Koch gelernt hatte, sein neues Leben in Freiheit durch - dann überfiel er die Sparkasse in Ansfelden. Nur 45 Minuten später wurde er verhaftet.
Vor Gericht war Romeyke, der von Harald Papesch verteidigt wurde, geständig: „Mein letzter Arbeitgeber blieb mir den Lohn schuldig, und mir drohte die Delogierung“, versuchte er seinen Kurzschluss zu erklären. „Warum lernt man nichts aus 27 Jahren Haft?“, wollte Richter Karl Makovsky vom Angeklagten wissen. Die Antwort kam mit einem Schulterzucken: „Was soll ich machen? In so einer Situation denkt man nicht logisch.“
Zehn Jahre Haft urteilten die Linzer Geschwornen. Der Angeklagte bedankte sich für das milde Urteil. Staatsanwältin Claudia Reinberg gab keine Erklärung dazu ab, es ist somit noch nicht rechtskräftig.
Foto: Chris Koller
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