Nettozahler

Oberösterreich soll Bund in Pflicht nehmen

Oberösterreich
11.01.2007 18:16
Der Aufstieg des Sierningers Wilhelm Molterer zum Vizekanzler und Finanzminister stärkt der Landes-VP den Rücken: Mit „ihrem Mann“ an der Kasse der Republik fordert sie „Hilfe vom Bund, wenn Oberösterreich sie braucht“, so LH Josef Pühringer. Nachsatz: „Wir sind Nettozahler…

Bereits durchgesetzt habe sich Oberösterreich in der Anti-Atom- und Gentechnik-Politik, meint der LH: „In der Koalitionsvereinbarung ist fixiert, dass die Regierung unsere Positionen unterstützt.“ Pühringer ist überhaupt mit allem zufrieden: „Ich habe mitverhandelt und stehe dazu.“

Dass die Landes-SP das nicht tut, quittieren die Schwarzen mit Spott. Schmäh-Verkehrszeichen „Achtung Umfaller“ und „Leere Sprechblasen verboten“ wurden kreiert. „Es ist ja Fasching“, so VP-Manager Michael Strugl, der aber nicht den Bruch roter Wahlversprechen kritisiert, sondern, dass die SP „die Wähler mit unerfüllbaren Forderungen an der Nase herumgeführt“ habe.

Mit der Ablehnung der Koalition wolle sich Landes-SP-Chef Erich Haider aus der Verantwortung stehlen, so Strugl. SP-Klubchef Frais kontert: „Die VP fürchtet die Geradlinigkeit, mit der Haider zu den Versprechen steht.“

 

 

 

Foto: Chris Koller

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