Liebesverbrechen
Beamter schützt Frau vor Polizei und heiratet sie
Ausland
11.01.2007 19:07
Aus Liebe zu einer Nigerianerin hat ein Gruppenleiter der deutschen Ausländerbehörde in München Daten gefälscht und die Frau vor einer Strafverfolgung wegen illegalen Aufenthalts bewahrt. Der 36-Jährige wurde am Donnerstag vom Münchner Amtsgericht unter anderem wegen Falschbeurkundung und Strafvereitelung im Amt zu sieben Monaten Bewährungsstrafe und 2.000 Euro Buße verurteilt.
Der Mann hat die Frau inzwischen geheiratet. Der Richter berücksichtigte den Hintergrund der Tat: "Die Liebe ist wahrscheinlich das stärkste Gefühl, das wir empfinden können." Durch fingierte Einträge in der Datenbank des Landratsamtes und im Ausländerzentralregister hatte der Beamte im April 2005 eine legale Einreise seiner Freundin vorgespiegelt.
Die 28-Jährige konnte unbehelligt ausreisen und drei Monate später in ihrer Heimat den Angeklagten heiraten. Er holte sie 2006 im Wege der Familienführung nach München. Vor Gericht hat der inzwischen strafversetzte Beamte seine Verfehlung gestanden, "damit die Sache abgeschlossen ist - ich will mit meiner Frau eine Familie gründen".
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