Milliarden fehlen

OÖ zittert um Geld für Bahn- und Straßenbauten!

Auch Oberösterreichs Landespolitiker befürchten, dass sie Versprechen nicht halten können: Die ÖBB und Asfinag sollen für die Koalitionsverhandlungen Finanzierungspläne vorgelegt haben, in denen vom Linzer Westring über die Mühlviertler Schnellstraße bis zur Summerauerbahn alles fehlt, was gut und teuer ist.

„Luxusprojekte“ sollen abgespeckt oder mit Landeshilfe verspätet gebaut werden, heißt es inoffiziell: Erst 2013 statt 2009 könnte sich die schwer verschuldete Asfinag die Linzer A 26 um 600 Millionen und die Mühlviertler S 10 um gar 935 Millionen Maut- und Steuereuro leisten. 400 Millionen sollen ihr wenigstens eine erhöhte Lkw-Maut und Mineralölsteuer bringen.

„Ja, wir müssen Sorgen haben und höllisch aufpassen, dass nicht das ganze Geld nach Wien geht, wenn jetzt ein Wiener Stadtrat der rote Infrastrukturminister wird“, baut der schwarze Landes-Baureferent Franz Hiesl parteistrategisch vor. Denn der rote Landes-Verkehrsreferent Erich Haider gibt den ererbten schwarz-orangen Finanznöten die Alleinschuld: ÖBB und Asfinag stünden mit 17 Milliarden Euro derart in der Kreide, dass ihnen auch die bis 2010 zugesagte 10-Milliarden-Spritze wenig helfen werde. Werner Faymann könne erst nach einem Kassasturz die Projekte nach Prioritäten reihen.

 

 

 

Foto: Asfinag

Freitag, 25. Juni 2021
Wetter Symbol