Mi, 15. August 2018

Turbulentes Wetter

10.01.2018 10:09

Felsstürze und Straßensperren durch Niederschläge

Südföhn und starker Regen sorgten am Dienstag vermehrt für Felsstürze in Tirol. Betroffen war vor allem das Wipptal, dort musste die Brennerstraße gesperrt werden. Die Felbertauernstraße war wegen Lawinengefahr zu. Das Wetter war auch am Patscherkofel gnadenlos: Dort stand die Bahn still und die Talstation unter Wasser.

Turbulent - ein Stichwort, das nicht nur das aktuelle Wetter, sondern auch die Situation am Patscherkofel beschreibt: Dort stand am Dienstag föhnbedingt die Bahn erneut still und die Talstation unter Wasser. Was war geschehen? Das milde Wetter der vergangenen Tage und starker Regen am Dienstag Vormittag führten zu großen Wassermengen, welche auf den Erdhängen nicht versickern konnten.

Viel Wasser, keine Rinne

Das Problem: Eine so genannte Entlastungsrinne, die das Wasser an der Talstation vorbei führen hätte können, gab es bis Dienstag nicht. Bedingt durch den Wintereinbruch im November wurde der Bau der Rinne in den Frühling verlegt. Am Haus selbst fehlten Abdichtungen - das Wasser überschwemmte folglich das Gebäude in der Talstation.

Die Situation war laut Patscherkofel-Geschäftsführer Thomas Scheiber aber schon im Laufe desselben Vormittags wieder unter Kontrolle. "Die Feuerwehr konnte das Wasser im Gebäude abpumpen. Eine Entlastungsrinne wurde direkt gebaut." Beziffern konnte Scheiber den Schaden am Dienstag noch nicht, er sei aber überschaubar.

Brennerstraße gesperrt

Aufgrund des Wetters wurden aber auch wichtige Verkehrsverbindungen gesperrt. Auf der Brennerstraße kam es zu einem Felssturz. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Mittwoch Früh. "Das Wipptal war besonders stark von Regen und damit verbundenen Erdrutschen betroffen", schilderte Thomas Figl von der Landesgeologie.

Aufgrund von Lawinengefahr wurde auch die Felbertauernstraße gesperrt. Die Sperre wurde am Mittwoch Vormittag wieder aufgelöst. Die gute Nachricht: In den kommenden Tagen soll es weniger regnen und mehr Sonne geben, es wird kälter.

Anna Haselwanter und Felix Stippler, Kronen Zeitung

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