Sa, 22. September 2018

Befragung:

01.01.2018 18:01

Spitalsreform belastet viele Beschäftigte

Die Landespolitik hat sich eine Mitarbeiterbefragung in den Krankenhäusern zur Spitalsreform gewünscht, die Ergebnisse aus der landeseigenen Gespag sind die ersten. Mit zweischneidigem Bild: 37 Prozent meinen, die Veränderungen im Spitalswesen hätten sich für sie positiv ausgewirkt, doch  27 Prozent sehen sie negativ.

Im Juni  2015 hat die Landespolitik auf Initiative der damaligen FPÖ-Gesundheitssprecherin im Landtag, Brigitte Povysil, eine Befragung der Mitarbeiter in den Krankenhäusern zu den Folgen der Spitalsreform vom Sommer 2011 verlangt. Bisher sind nur von der Landesspitäler-Holding Gespag Ergebnisse da, und die zeigen ein  gespaltenes Bild, wie dem jüngsten Jahresbericht der Experten über die Spitalsreform zu entnehmen ist: "Die Veränderungen im Spitalswesen der letzten Jahre haben sich für 37 Prozent der Befragten positiv ausgewirkt, für 27 Prozent negativ und für 29 Prozent blieb die Arbeitssituation unverändert". Eine weitere Frage galt der aktuellen Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der beruflichen Situation im Krankenhaus: 31 Prozent sind sehr zufrieden, 49 Prozent einigermaßen. 17 Prozent sind nicht  besonders zufrieden und nur 3 Prozent sind das überhaupt nicht.

Experten sehen’s positiv

Trotzdem bewerten die Evaluierer diese vom Linzer IMAS-Institut erfragten Ergebnisse als positiv. Warum, das begründet Komissionschef Wolfgang Bayer: "Laut IMAS ist die Gruppe der Top-Zufriedenen gegenüber dem Jahr 2005, in dem es bereits eine solche Befragung gegeben hat, von 18 auf 31 Prozent gestiegen." Ergebnisse müssen auch die anderen Spitalsträger in Oberösterreich (Kepler Uniklinikum, Orden) liefern, dann werden sie dem Landtag präsentiert.

Neue Zahlen für Prüfer

Apropos Gespag: Die Personaldirektion des Landes hat ihre dem Rechnungshof gemeldeten Zahlen über den Mitarbeiterstand 2010 bis 2015 berichtigt. Von einem Personalabbau um 10 Prozent (wir berichteten) ist da keine Rede mehr. Ende 2010 hatte die Gespag 8410,87 errechnete Vollzeitkräfte in ihren Häusern, Ende 2015 waren es 8485,87.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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