Dramatische Ereignisse Donnerstag Vormittag im Bereich des Skigebiets Hochzillertal bei Kaltenbach. Zwei Brüder (16 und 19) aus Deutschland waren im freien Skiraum von einer Lawine mitgerissen und verschüttet worden. Weil die Burschen aber gut ausgerüstet waren, konnten sie rechtzeitig geortet und ausgegraben werden.
Um 10 Uhr verließen die Deutschen den organisierten Skiraum. Zuvor waren sie von der Bergstation des Neuhüttenliftes auf einer Piste abgefahren. Im Bereich der "Schafköpfe" fuhren die Brüder in den freien Skiraum ein. Sie waren gut ausgerüstet, hatten Lawinen-Airbag und Verschüttetensuchgeräte dabei. Das war ihre Rettung!
Der Ältere fuhr zuerst ab und wartete auf den 16-Jährigen. Als dieser in den Hang einfuhr, löste er ein 30 Meter breites Schneebrett aus. Die Brüder wurden 120 Meter mitgerissen und zur Gänze verschüttet. Dem 16-Jährigen gelang es aber noch, seinen Airbag zu aktivieren. Zeugen schlugen Alarm und begannen sofort mit der Suche, 20 Wintersportler beteiligten sich daran. Dazu kamen Polizei, Hundeführer, Pistenretter und Bahnbedienstete.
Der 16-Jährige war nach fünf Minuten gefunden. 80 Zentimeter tief war er verschüttet. 15 Minuten dauerte die Suche nach dem 19-Jährigen. Beide leben, sind aber verletzt und wurden ins KH Schwaz geflogen.
Claudia Thurner, Kronen Zeitung
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