Fr, 26. April 2019
20.12.2017 17:27

22 Städte dabei

Europaweites Alk-Projekt für Ischl und Linz

Übermäßiger Alkoholkonsum bereitet  Linz und Bad Ischl immer wieder Probleme. Während sich in Linz Hotspots für Trinkgelage entwickelt haben, kämpft die Kaiserstadt vor allem gegen Vandalismus. Nun sind die zwei Städte Teil des europaweiten Suchtpräventionsprojekts "Localize it!". Bis Ende 2019 werden gemeinsam Strategien ausgearbeitet.

Männer, die mehr als 60 Gramm Reinalkohol (das entspricht eineinhalb Litern Bier) täglich trinken, fallen in die Kategorie "problematischer Konsum". Frauen gelten bereits ab 40 Gramm Reinalkohol als gefährdet. Im Rahmen des EU-Projekts "Localize It!" entwickeln nun 22 Kommunen aus Europa maßgeschneiderte Strategien gegen lokale Probleme mit Alkohol. Aus Österreich sind Linz und Bad Ischl dabei. "Die Linzer haben wir gefragt, ob sie mitmachen wollen und Bad Ischl hat sich als Interessent gemeldet", weiß Christoph Lagemann vom Institut Suchtprävention.

Linz hat Hotspots, Ischl kämpft gegen Vandalismus
Während sich in Linz etwa der Hessenplatzpark zu einem Negativ-Hotspot für Alkoholmissbrauch entwickelt hat, kämpft Bad Ischl gegen ein anderes Problem: "Wir haben zwar keine Hotspots, dafür häufen sich bei uns die Probleme mit alkoholisierten, lärmenden Jugendlichen und Vandalismus. Es herrscht ein Spannungsfeld zwischen Alt und Jung und auch mit den Kurgästen, das wir lösen müssen", weiß Jugendstadträtin Brigitte Platzer (SP).

Bis zu 15 Interviews pro Stadt geführt
Die Koordinatoren des Projekts rund um Lagemann haben zwischen zehn und fünfzehn Interviews je Stadt geführt. Sowohl in Ischl, als auch in Linz wurden etwa Jugendliche, Anrainer, Politiker, Polizisten und Streetworker befragt.
Die Ergebnisse werden in einem runden Tisch besprochen und bis Ende 2019 zu einer Strategie ausgearbeitet. "Wir dürfen alkoholkranke Menschen nicht ihrem Schicksal überlassen. Die Prävention von Alkoholismus ist genauso wichtig wie die Regulierung vor Ort", so der Linzer Stadtvize Detlef Wimmer (FP).

Simone Waldl, Kronen Zeitung

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