20.12.2017 11:31 |

Fakten auf dem Tisch

KH Nord: „Es gibt Verzögerungen und wird teurer“

Jetzt liegen die Fakten offiziell auf dem Tisch: "Ja, es gibt Verzögerungen. Ja, es wird teurer", sagte die Wiener Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) am Mittwochvormittag zum rot-grünen Prestigeprojekt Krankenhaus Nord. So soll eines der "modernsten Krankenhäuser Europas" seinen ersten Patienten tatsächlich erst im zweiten Quartal 2019 in Empfang nehmen.

Doch warum genau verzögert sich der Termin ein weiteres Mal? Hatte es zunächst seitens Frauenberger noch geheißen, dass das KH Nord seine Pforten "im Winter 2018/2019" öffnet, gehen nun - auch angesichts der 8000 Baufehler - doch einige Monate mehr ins Land.

"Im Jänner 2019 rechnen wir mit der Freigabe seitens der Behörden, dass das Krankenhaus in Betrieb gehen kann", erklärte dazu Herwig Wetzlinger, Direktor des Krankenanstaltenverbunds (KAV), am Mittwoch im Zuge eines Mediengesprächs. Dies allerdings bedeutet keinen Vollbetrieb mit zu versorgenden Patienten, sagte er weiter - hier gelte es zu differenzieren.

Denn der tatsächliche Vollbetrieb werde erst im zweiten Quartal des Jahres 2019 starten: "Wir nehmen das Haus zwischen Juni und August 2019 in den Vollbetrieb", so Wetzlinger weiter. Eine volle Auslastung des KH Nord werde in Sommer 2019 erreicht sein, gab man sich am Mittwoch zuversichtlich.

Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern gewährleisten
Nach dem Grund der neuerlichen Verschiebung der tatsächlichen Inbetriebnahme des Spitals gefragt, sagte Wetzlinger: "Wir würden nie eine Inbetriebnahme des Krankenhauses in halb fertigem Zustand machen können." Man müsse immerhin die Sicherheit der Patienten, aber natürlich auch des Personals bzw. der Mitarbeiter gewährleisten können. "Ja, wir haben was verschoben - um mit Qualitätsanspruch in Vollbetrieb gehen zu können", so der KAV-Direktor.

Kosten von bis zu 1,4 Milliarden Euro erwartet
Und die Kosten? Tatsächlich wird das KH Nord - wie bereits berichtet - teurer als ursprünglich geplant. So würden sich die Kosten nach Angaben Wetzlingers "im Worst Case auf 1,4 Millarden Euro belaufen" (statt den ursprünglich geplanten 825 Millionen Euro). Als Untergrenze gab Wetzlinger Kosten in der Höhe von 1,3 Milliarden Euro an. "Wir wollen natürlich den Best Case erreichen, wir werden uns aber wohl dazwischen befinden."

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