Helden geehrt

Dankbarer Brief an die Retter

Es war eine würdige, wirklich berührende Feier: Am Dienstag wurden in der Linzer Landespolizeidirektion die Helden des Wunders vom Dachstein geehrt. Alle jene Männer, die teils unter eigener Lebensgefahr einen deutschen Bergsteiger aus einer Doline bargen. In seinem Dankesbrief fand der Alpinist bewegende Worte.

"Was mich persönlich besonders beeindruckt hat - Sie haben mich in meiner Not stets spüren lassen, dass ich, dass mein Überleben und mein anschließendes Wohlergehen, auch Ihr Hauptanliegen war und ist. Dies bedeutet mir sehr sehr viel. Einen ganz lieben Dank dafür", schrieb Henning K. (45) aus Duisburg in seinem Grußwort zur Ehrungsfeier.

Alpinist steckte vier Tage in Doline fest
Der Alpinist war, wie berichtet, am 4. November in eine zwölf Meter tiefe Doline am Dachstein gestürzt. Nach vier Tagen schaffte er es, mit dem Handy Verbindung zur Außenwelt herzustellen. Er wurde in einer aufwändigen, für die mehr als 20 beteiligten Retter zum Teil auch lebensgefährlichen Aktion geborgen. Henning K. wollte bei der Ehrung dabei sein, doch er liegt in seiner Heimatstadt im Spital, weil seine schweren Verletzungen immer noch nicht ausgeheilt sind, weiß der Gosauer Alpinpolizist und Bergretter Michael Gruber.

"Es war ein Wunder"
Vize-Landespolizeichef Franz Gegenleitner fand die richtigen Worte: "Ohne theologisch werden zu wollen  - angesichts dieses Einsatzes darf man an Wunder glauben. Da hat soviel zusammen gespielt, an solche Zufälle glaube ich nicht."

Der Gosauer Alpinpolizist Michael Gruber betont, wie wichtig es ist, bei Bergeinsätzen gemeinsam und miteinander zu helfen.

"Krone": Der gerettete Deutsche hat sich heute brieflich sehr bedankt. Bei den Medien hat es für Unruhe gesorgt, weil man von ihm bisher  nichts  dergleichen vernommen hat.
Michael Gruber: Aber das stimmt so nicht. Er hat sich laufend bei uns bedankt. Er ist ein seriöser, hochintelligenter und ganz ein netter Mensch. Ich hab’ mit ihm bei der Aufarbeitung des Falles viel zu tun gehabt.

"Krone": Sein Brief hat Sie dennoch auch gefreut.
Gruber: Ja, weil sowas gibt es ganz selten, dass sich jemand extra bei uns nochmals bedankt. Und noch dazu mit derart aufrichtigen Worten.

"Krone": Wie geht es ihm?
Gruber: Durch das lange Stehen in der Doline heilen seine Verletzungen leider nur schwer aus.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter