Wie erwartet, bringt die Spritpreiserhöhung in Deutschland vor allem Oberösterreichs Tankstellen etwas - und zwar mehr Kunden: „Derzeit sind alle grenznahen Tankstellen überrannt. Der Preisunterschied von rund 25 Cent pro Liter lässt Deutsche bis zu 50 Kilometer anreisen“, so der ARBÖ-Chef.
Während die deutschen Tankstellen in Grenznähe mit dem Überleben kämpfen, stellen sich in Braunau und Schärding Autos in Schlangen vor den Zapfsäulen an: „Die Tanktouristen kommen mit Kanistern, füllen sie und fahren damit heim, obwohl das verboten ist“, so Moser.
70 Prozent aus Deutschland
Auch Agip-Betreiber Thomas Peischer aus Braunau freut sich, dass sein Diesel um etwa 10 Cent günstiger ist. „So ist meine Tankstelle immer bestens besucht“, kommentiert Peischer den Ansturm. 70 Prozent der Kunden kommen aus dem Nachbarland. „Längere Anfahrtswege werden in Kauf genommen, weil sich das trotzdem rentiert“, sagt der Agip-Chef.
13 bis 20 Cent billiger ist´s auch bei OMV-Braunau-Chef Werner Nowotny: „An Kunden mangelt es uns derzeit nicht.“ Josef Kaltenböck von Shell in Suben sieht´s gelassener: „Bei uns ist immer die Hölle los - egal wie hoch der Preisunterschied zwischen deutschem und österreichischem Sprit ist.“
Foto: Johannes Markovsky
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