Umstrittener Eingriff

Ärzte stoppen Wachstum von behindertem Kind

Ausland
06.01.2007 12:21
In den USA haben Ärzte auf Wunsch der Eltern die körperliche Entwicklung eines neunjährigen schwerstbehinderten Mädchens aus Seattle gestoppt. Als Ashley sechs Jahre als war, wurde die Behandlung gestartet: Hohe Dosen des Hormones Östrogen sollten ihre Größe und Gewicht "einfrieren", so Reuters. Das Mädchen kann weder gehen noch sprechen. Es leidet an einem irreparablen Gehirnschaden.

Das Kind kann seinen Kopf nicht selbstständig halten und befindet sich geistig im Zustand eines Babys. Ashley leidet an "statischer Enzephalopathie". Die Mediziner entfernten dem Mädchen auch die Gebärmutter, um laut Eltern Krebs oder Unannehmlichkeiten und Beschwerden durch die Menstruation zu verhindern. Die Entwicklung der Brust hemmten die Ärzte durch Entfernung der Brustknospen.

Eltern verteidigen Wachstums-Stopp
Der Fall hat nach der Veröffentlichung von Ashleys Geschichte in einem Medizin-Journal im Oktober für Aufsehen gesorgt und neuerlich eine ethische Debatte in der Medizin ausgelöst. Viele Ärzte kritisierten den künstlichen Wachstums-Stopp. In der ersten Jänner-Woche wandten sich die Eltern nun erstmals an die Öffentlichkeit: In einem Weblog verteidigen sie ihre Entscheidung zu der Behandlung und bezeichnen diese als notwendig für die Lebensqualität des Kindes.

Link zum Weblog von Ashleys-Eltern in der Link-Box!

Diese zu erhöhen, sei das wenigste, was sie als liebende Eltern und Pfleger des Kindes zu könnten. Das Paar bezeichnete sein Vorgehen als "humanere Lösung" für Ashley. Es sei ein Missverständnis, dass es ihnen um ihren eigenen Vorteil gehe.

Ashley wird durch das Östrogen für immer 1,35 Meter groß und 24 Kilogramm schwer bleiben. Sie"kann sich so weiter entzücken, in unseren Armen gehalten zu werden, sie kann bewegt werden und öfter auf Ausflüge mitgenommen werden", argumentierte das Paar.

Bild: The "Ashley Treatment"

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