20 Kinder ermordet
Wieder Leichenteile von Kindern in Indien entdeckt
Bislang hatte die Polizei hinter dem Haus eines Geschäftsmannes in dem Vorort Noida die Überreste von 17 Leichen entdeckt. Die Leichen von 15 Kindern, die meisten davon junge Mädchen, wurden identifiziert.
In den vergangenen zwei Jahren wurden 38 Kinder in Noida vermisst gemeldet. Die verarmten Eltern waren meist Wanderarbeiter aus anderen Teilen Indiens. Der Geschäftsmann, hinter dessen Haus die Leichen gefunden worden waren, und sein Hausangestellter wurden festgenommen.
Täter aß Organe der Vergewaltigungs- und Mordopfer
Beide wurden wegen mehrfacher Morde, Entführungen und Vergewaltigungen angeklagt. Nach Polizeiangaben hat der Hausangestellte eingeräumt, die Kinder vergewaltigt und ermordet zu haben. Er soll demnach auch gestanden haben, einige Organe seiner Opfer gegessen zu haben. Sechs Polizisten wurden vom Dienst suspendiert, nachdem ihnen vorgeworfen worden war, Hinweisen auf die vermissten Kinder nicht nachzugehen.
Am vergangenen Dienstag hatte ein erneuter Fund von Kinderleichen in Indien für Entsetzen gesorgt: Im nordindischen Bundesstaat Punjab waren die sterblichen Überreste von drei Jungen und einem Mädchen gefunden worden. Die Kinder im Alter zwischen neun und 13 Jahren, die seit zwei Monaten als vermisst galten, wurden erdrosselt. Der oder die Peiniger hatten die Leichen nach den Morden angezündet. Unklar blieb, ob es einen Zusammenhang mit den Fällen von Noida gab.
Versäumnisse der Polizei
Der Polizeichef des Bundesstaates Uttar Pradesh, Bua Singh, hatte Versäumnisse der Polizei eingeräumt. Sie hätte den Berichten über die verschwundenen Kinder nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt. Sieben Polizisten wurden vom Amt suspendiert. Der Bundesstaat kündigte eine Entschädigung von 4.522 Dollar (rund 3.427 Euro) für jede betroffene Familie an.
Im Jahr 2005 hat es nach Angaben der indischen Justiz 1.327 Kindermorde und 4.026 Fälle von Vergewaltigungen von Kindern gegeben.
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