Mo, 17. Dezember 2018

Für sichere Umzüge

14.11.2017 10:47

So werden Tirols "Tuifl" an die Kandare genommen

Blutig endete am Wochenende ein Perchten-Umzug in Kärnten. Auch in Tirol gab es in den vergangenen Jahren Zwischenfälle mit aggressiven Krampussen und Perchten. Die "Tiroler Krone" hat sich umgehört, wie die Vereine gegen Rowdys im Pelz vorgehen und wie das Verhalten der Zuschauer zum Frieden beiträgt.

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern kommen auch die Perchten und Krampusse. In dieser Woche geht es in vielen Tiroler Orten heiß her. Nach den Ausschreitungen in Kärnten wird lebhaft diskutiert, wie man Sicherheit gewährleisten kann:

Beispiel Lermoos: Die "Sieben Bränd Tuifl" veranstalten am Freitag (17.11.) einen Umzug mit 25 Gastgruppen und rund 600 Teilnehmern (18.30 Uhr). Obmann Benjamin Jourez weiß um das heikle Thema Sicherheit: "Ordnerdienste und Feuerwehrleute stehen im Einsatz, um Zwischenfälle zu vermeiden." Beim Thema Alkohol müsse man, so Jourez, an das Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmer appellieren und darauf vertrauen, dass die Gruppenführer ihren Leuten ins Gewissen reden. "Wir können nicht jeden kontrollieren. Aber wenn wir einen Betrunkenen sehen, dann wird er aussortiert", betont der Lermooser Obertuifl.

Beispiel Kössen: Am Samstag (18.11.) wird 15 Jahre "Unterbergpass Kössen" gefeiert (16 Uhr). Rund 30 Gastgruppen sind geladen. Absperrgitter und Ordnerdienste sind Vorschrift. "Die Teilnehmer tragen Nummern, um bei Beschwerden Beteiligte rasch ausforschen zu können", nennt Krampus-Obmann Stefan Bellinger eine weitere Sicherheitsmaßnahme. Bellinger sieht aber auch die Zuschauer gefordert: "Krampusse haben unter der Larve ein sehr eingeschränktes Sichtfeld und können nicht alles sehen, was im Weg steht. Beide Seiten müssen achtsam sein. Darauf wird unser Platzsprecher hinweisen. "

Beispiel Zell am Ziller: Dort veranstalten die "Gerlosberger Schluchtenteufel" am Freitag (17.11., 19 Uhr) ihren ersten Krampuslauf (15 Gruppen). Martin Heim führt die junge Gruppe an. "Sicherheitsabstand und Mäßigung beim Alkoholkonsum", nennt Heim als Voraussetzungen für ein friedliches Höllenspektakel.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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