Zustand "stabil"
Fidel Castro leidet laut Arzt nicht an Krebs
Ein weiterer Eingriff sei derzeit nicht notwendig, ergänzte er in Madrid. Geistig sei Castro voll auf der Höhe. "Er äußert jeden Tag den Wunsch, zur Arbeit zurückzukehren. Seine Ärzte raten aber zur Vorsicht."
García Sabrido ist Chefchirurg des Gregorio-Marañón-Krankenhaus in der spanischen Hauptstadt und war auf Bitten der kubanischen Führung nach Havanna gereist, um Castro zu untersuchen. Dessen Zustand beschrieb der Mediziner als "stabil". Der kubanische Staatschef erhole sich "langsam aber allmählich" von Komplikationen nach der Operation, darunter einer Darmblutung. Wenn er sich vollständig erhole, könne er die Regierungsgeschäfte wieder übernehmen, meinte García Sabrido.
Spanischer Arzt nach Kuba eingeflogen
Der Mediziner war mit einer von der kubanischen Regierung gecharterten Maschine nach Havanna geflogen, um Castro zu untersuchen. Er habe hochmodernes medizinisches Material mitgenommen, das auf der Karibikinsel nicht verfügbar sei, teilte die Madrider Gesundheitsbehörde mit. Bereits seit Juni werde Castro mit Medikamenten aus Spanien versorgt, hieß es weiter.
Weiter Unklarheit über Castros Gesundheitszustand
Castro hatte die Regierungsgeschäfte im Juli an seinen jüngeren Bruder Raúl (75) übergeben, bevor er wegen einer nicht näher benannten Darmkrankheit operiert wurde. Seither zeigte er sich nur wenige Male in der Öffentlichkeit. Über seinen Gesundheitszustand ist offiziell nichts Näheres bekannt. Castro ist auf dem Inselstaat seit 47 Jahren an der Macht. Auch der venezolanische Staatschef Hugo Chávez widersprach kürzlich Berichten, wonach sein kubanischer Amtskollege an Krebs leide und dem Tode nahe sein soll. Dagegen gehen die US-Geheimdienste davon aus, dass Castro schon bald seiner Krankheit erliegen werde.
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