Blutige Weihnachten

Statt Christkind kam die Polizei

Oberösterreich
25.12.2006 19:05
Statt dem Christkind kamen Polizei und Rettung: Mit 2,14 Promille Alkohol im Blut rammte eine 48-jährige zweifache Mutter in Altmünster ihrem zehn Jahre jüngeren Ehemann nach einem Streit ein Küchenmesser in die Brust. In St. Pantaleon schlug ein betrunkener Mann seine Frau, in Linz ein Gewalttäter seine Freundin.

Weihnachten ist für viele Familien auch ein Fest, das die Nerven strapaziert. In Altmünster floss zuerst der Alkohol in Strömen, dann eskalierte die „Stimmung“. Ein 38-Jähriger beschimpfte seine Frau, zertrümmerte in Rage einen Glastisch. Anschließend forderte er seine Gattin auf, sie solle zu ihren beiden erwachsenen Kindern aus erster Ehe ziehen. Die 48-Jährige griff voller Wut und Frust in die Küchenlade, packte ein Messer mit zehn Zentimeter langer Klinge und rammte es ihrem Mann in die linke Brust. Er erlitt eine drei Zentimeter tiefe Stichwunde, dabei dürfte auch das Bauchfell angeritzt worden sein. Er wurde ins Spital gebracht, seine Frau, die 2,14 Promille Alkohol intus hatte, wurde wegen des Verdachts der Körperverletzung auf freiem Fuß angezeigt, zog zu ihrer Tochter.

Auch in St. Pantaleon kam es zu einem alkoholbedingten Ehestreit: Ein betrunkener 26-jähriger Arbeiter trat um 3.30 Uhr früh eine Wohnraumtür ein, schlug seiner 19-jährigen Ehefrau mehrmals ins Gesicht. Er wurde wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung angezeigt. Und in Linz wurde ein 40-jähriger AMS-Umschuler behördlich aus der Wohnung seiner 37-jährigen Freundin verbannt: Der Betrunkene hatte sie mehrfach verprügelt, dabei am Kopf und im Gesicht erheblich verletzt.

 

 

 

Symbolfoto

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