Gegner protestieren
Tausende bei Anti-Putin- Demonstration in Moskau
"Dies ist ein Marsch freier Menschen", hatte der frühere Schachweltmeister Garri Kasparow zu Beginn der Kundgebung gesagt. "Wir wollen keinen Polizeistaat mehr." Tausende Polizisten riegelten den als Kundgebungsort genehmigten Triumph-Platz im Stadtzentrum ab, ohne Teilnehmern jedoch den Zutritt zu verwehren.
Neben Kasparow hatten sowohl liberale Parteien als auch radikale Gruppierungen zum "Marsch der Dissidenten" aufgerufen. Sie alle vereine die Kritik an Putin, der die Bürgerrechte im Land einschränke, sagte eine Rednerin. Der Radiosender "Echo Moskwy" berichtete, die Polizei habe auch einen führenden Politiker der liberalen Partei "Union der rechten Kräfte" festgenommen.
Im gesamten Moskauer Stadtzentrum glich die Lage einem Ausnahmezustand. An Kreuzungen waren Wasserwerfer, Polizeibusse sowie kommunale Schneeräumfahrzeuge positioniert. Über der Stadt flogen Polizei-Hubschrauber. In den Regionen häuften sich die Beschwerden von Kreml-Kritikern, dass sie von der Polizei an der Reise nach Moskau gehindert würden.
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